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Projektbeschreibung

An- und Übergriffe auf sexuelle und geschlechtliche Minderheiten besorgen nicht nur Lesben, Schwule und Trans*-Personen, sondern zunehmend auch viele zivilgesellschaftliche Akteure. Bisher fehlen allerdings in ganz Berlin integrierte Konzepte für sozialraum-orientierte Bearbeitung dieser Phänomene. Das Quartiersmanagementgebiet Mariannenplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe zu wichtigen Szene-Orten von Lesben und Schwulen, aber auch wichtigen Frauen-Einrichtungen. Aufgrund der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung kommt der Thematisierung insbesondere von sexistischer und homophober Gewalt, die von Menschen mit Migrationshintergrund ausgeht, eine außerordentlich wichtige Funktion zu.

 

Die Schaffung von Akzeptanz und Anerkennung unterschiedlicher Lebensentwürfe und Lebensweisen ist – gerade im Gemeinwesen, wo alltägliche Begegnung wie tägliche Ignoranz auf der Tagesordnung stehen – wesentlich an Gegenseitigkeit geknüpft; sie kann nur dann erfolgreich funktionieren, wenn sie an den Lebens- und Alltagsrealitäten der Bevölkerung orientiert ist.

 

Aus diesem Grund besteht unser Projekt «Gemeinsam für Akzeptanz – Mariannenplatz gegen Lesben-, Schwulen- und Trans-Feindlichkeit» aus 5 Modulen, in denen mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zusammengearbeitet wird. Dabei werden wir mindestens folgende Punkte berücksichtigen:

 

  • Die Problemanalyse erfolgt mit lokalen Akteuren und baut auf vorhandenen Ressourcen auf (z.B. räumliche, personelle Infrastruktur, Kapazitäten und Interessen der lokalen Akteure etc.)

  • Inklusion: unterschiedliche Gruppen im Gebiet werden zielgruppenspezifisch angesprochen und eingebunden (z.B. Frauen/Männer, unterschiedliche Altersgruppen, Migrant_innen und Nicht-Migrant_innen, Gewerbetreibende, soziale Einrichtungen bzw. Jugendprojekte etc.)

  • Fokus (Homophobie) und Kontextualisierung (z.B. eigene Diskriminierungserfahrungen, geschlechterreflektierende Analyse und Lösungsstrategien)

  • Koordiniertes Vorgehen zur positiven Beeinflussung des lokalen Klimas

 

Die dafür erforderlichen Aktionsformen werden gemeinsam entwickelt, jedes Modul wird zielgruppenspezifische Inhalte und Methoden haben: